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Ein Koch-Blog

Gute Bäcker – selten wie ein Lottogewinn

Von Vincent Klink 13. Februar 2010 um 11:17 Uhr

Amuse Gueule, Amuse Bouche, Gruß aus der Küche etc. – es gibt viele Bezeichnungen für den Auftakt eines Esserlebnisses.

Was wir auf diesem Bild sehen, ist unsere Quiche. Zwei Jahre alter Bergkäse und alter Gruyère sind darin vermengt. Was wir hier aber sehen, das ist nicht das Amuse Gueule, sondern die ideale Soforthilfe, wenn man von draußen aus der Kälte kommt. Es gibt meist ein Glas Champagner, und dass man keinen sauren Magen bekommt, dafür ist dies Küchlein zuständig.

Mancher Restauranttester beklagte sich schon, dass wir seit Jahren diese Quiche servieren (“Immer das gleiche Amuse Gueule.”). Sei es drum, erst nach diesem Küchlein kommt das Amuse Gueule, frische bretonische Butter und zweierlei getoastete Brotsorten.

Restaurants werden übrigens auch an der Vielfalt der Brotsorten gemessen. Unzählige Male stand ich vor der Qual der Wahl, es gab Unmengen unterschiedlicher Wecklein, und letztlich waren alle irgendwie nicht richtig gut. Das Brot in Deutschland, ganz pauschal gesagt, ist ein Trauerspiel, gute Bäcker so selten wie ein Lottogewinn.

Kategorien: Gebäck, Sonstiges
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Es heißt die Quiche.

    Antworten

    • 15. Februar 2010 um 13:32 Uhr
    • 6bb6
  2. 2.

    meine Nerven, was für ein Kommentar, jetzt werden wir alle bessere Menschen, vielen Dank!

    Da finde ich das mit den Bäckern schon schlimmer, wo es doch im Ausland heißt, das in Deutschland gutes Brot gebacken wird. Wenn man sich aber umschaut, so findet man nur noch Filialbäckereien, Billigbäcker, halbfertige Teiglinge, sowohl vor dem Backen wie auch danach. Welcher Bäcker lässt den heute noch seinen Teig über Stunden hinweg reifen? Da werden doch nur noch fertige Backmischungen, Zuckercouleur und Kürbiskerne zusammengerührt. Man beteiligt sich mit 500,-€ an der Brotfabrik, schon kann man “Eigene Herstellung” draufschreiben und die Torten kommen aus der Tiefkühltruhe.

    Antworten

    • 15. Februar 2010 um 14:58 Uhr
    • —Fendair
  3. 3.

    War das jetzt ein Cliffhanger, Herr Klink?
    Das nächste Mal lassen Sie dann die guten Bäcker aus dem Sack?
    Bitte.

    Antworten

    • 15. Februar 2010 um 16:54 Uhr
    • —Ulrike H. aus V.
  4. 4.

    Es gibt sie schon noch die guten…

    http://www.slowbaking.de/

    Mit genußfreundlichen Grüßen

    Dirk Esser

    Antworten

    • 15. Februar 2010 um 18:53 Uhr
    • —Dirk Esser
  5. 5.

    … soweit die Klage über den Bäckermangel und ann kommt die auflösende Handreichung?
    Oder doch Selbsthilfe: http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/intro.php

    Antworten

    • 15. Februar 2010 um 22:59 Uhr
    • Reallast
  6. 6.

    Nicht ganz meine Worte, aber genau mein Problem: Nirgendwo mehr ein richtiger Bäcker zu finden. Es muss noch nicht einmal ein guter Bäcker sein. Einer, der ganz normal sein Handwerk verrichtet würde mir schon reichen.

    Antworten

    • 16. Februar 2010 um 13:27 Uhr
    • nata
  7. 7.

    Hier einer von den Guten. Arndt Erbel aus Dachsbach im Eischgrund.
    Und vorallem er verschickt auch. Ein Feinbäcker vom Feinsten, mit
    über lange Zeit gekneten und immer wieder ruhenden Teigen, ohne
    Fertigbackmischungen, ohne Teiglingen. Ein wahnsinniger des Brotes.

    Antworten

    • 16. Februar 2010 um 15:52 Uhr
    • —Volker Gressmann
  8. 8.

    @Dirk Esser und alle, die es interessiert: Erhellendes zum “Slow Baking” findet sich hier:
    http://baeckersuepke.wordpress.com/2009/12/29/ich-bin-nicht-mehr-mitglied-bei-slow-baking/

    Antworten

    • 16. Februar 2010 um 17:10 Uhr
    • —Badnerin in Berlin
  9. Leserbrief zum Thema

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