Freitag, 05. Februar 2010
Das Mechanische im Lebendigen: "Alien"-Erfinder Giger wird 70
Mit seinen "Alien"-Entwürfen wurde HR Giger bekannt. Anhaltenden Ruhm brachten ihm seine düster-aggressiven und makaber-erotischen Werke jedoch nicht ein.
In einem eigenen Museum stellt Giger seine Kunstwerke aus.
(Foto: picture-alliance / dpa)
Bekannt wurde der Schweizer Künstler HR Giger mit seinen "Alien"-Entwürfen für den gleichnamigen Film von Ridley Scott. 1980 bekam er dafür sogar den Oscar für visuelle Effekte. Andauernden Ruhm brachten ihm seine eher düster-aggressiven Schöpfungen jedoch nicht ein. Zwar waren seine Arbeiten mehrmals auf der ART Basel zu sehen, in etablierten Museen, wie dem Zürcher Kunsthaus, findet man seine Werke aber nicht. Am 5.2. wird Hans Rudolf Giger, der sich selbst als Surrealisten bezeichnet, 70 Jahre alt.
Mangelnde Anerkennung in der Heimat veranlasste ihn, das Schloss St. Germain im mittelalterlichen Dörfchen Greyerz (La Gruyère im Kanton Freiburg) zu einem eigenen Museum umzubauen. Seit 1998 stellt Giger dort seine makaber-erotischen Bilder und Plastiken aus, seine "Biomechanoiden", die das Mechanische im Lebendigen betonen.
Der Künstler lebt und arbeitet in Zürich.
(Foto: picture alliance / dpa)
Im HR Giger Museum sind die wichtigsten Werke des in Chur geborenen Apothekersohns von 1960 bis heute versammelt. Aber auch die Arbeiten anderer surrealistischer Künstler sind hier zu sehen. Direkt gegenüber findet sich in dem für seinen Käse bekannten Gebirgsdorf seit 2003 die Giger-Bar. Hier hat der Künstler mit selbst gestalteten Möbeln, knöchernem Inventar und Totenköpfen seine eigenwillige Geisteswelt in Szene gesetzt. Giger lebt und arbeitet in Zürich.
dpa
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