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Unter dem Motto «Gut, gibts die Schweizer Bauern» haben schon viele Schweizer und sogar ausländische Promis wie Michael Schumacher für die Schweizer Landwirtschaft geworben. Am Donnerstag Nachmittag fand im Berner Mattequartier wieder ein Shooting für die neueste Imagekampagne des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) statt, welche am 29. März startet. Ex-Miss Schweiz Whitney Toyloy macht sich bereit, damit sie auf den Plakaten auch mit ihrer ganzen Schönheit für die Schweizer Bauern werben kann.
Natürliche Schönheit
Fast zu viele Leute drängen sich im engen Studio. Schon beim Schminken wird eifrig geknipst. Vor allem die Fotografin von Tillate will möglichst viele gute Bilder. Whitney lässt sich deswegen allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Sie spricht mit ihrer Visagistin sehr schnell und sehr französisch über Kollegen, das Gymnasium, die Matur. Ob sie die vielen Leute und die Knipserei störe? «Non, pas du tout.» Dann hat sie Durst. Ob sie eine Cola haben könne? Die Cola (nicht light) kommt. Dann gehts weiter. Die Wimpern tuscht sich die Miss selber. Nach ausführlicher Schminkarbeit sieht die schon vorher makellos scheinende, bronzene Haut Toyloys noch etwas bronzener und makelloser aus, als vorher.
Schminken dauert (nicht) lange
Das Aufbringen von Whitneys Make-Up habe jetzt also relativ kurz gedauert, muss sich der ahnungslose Schweizer Bauer-Redaktor belehren lassen. Zuletzt werden noch die krausen Haare der noch nicht einmal 20-jährigen gerichtet. Schliesslich verschwindet Whitney noch schnell ins Nebenzimmer, um sich ins Edelweisshemd zu stürzen. Whitney ist im Hemd und eigentlich parat.
Aber noch fehlt einer. Stefan Steiner aus Wollerau SZ, der das Fotoshooting gewonnen und als «Normalsterblicher» für die Kampagne neben den Promis werben wird. Sein Shooting findet gleich im Anschluss statt. Als Zückerchen darf er bei der schönen Whitney dabei sein. Steiner kommt und es geht los. Sie solle etwas mehr mit den Händen arbeiten, verlangt der Fotograf. Die Bilder gehen von der Kamera direkt auf den Computer. Immer wieder schauen zwischendurch alle auf den Bildschirm, auch Whitney. Die Pose wird geändert. Schon bald sind die Bilder im Kasten. Jetzt geht es noch darum, der Werbeträgerin das Wunschimage der Schweizer Landwirtschaft nahe zu bringen. Ingrid Flückiger vom Landwirtschaftlichen Informationsdienst erklärt der Waadtländerin, dass die Schweizer Landwirtschaft für Tierschutz und nachhaltige Produktion stehe.
Welches Motto?
Schliesslich braucht es noch die Aussage, welche auf dem Plakat stehen soll. «Eine Krone für unsere Schweizer Bauern» oder «Die natürliche Schönheit der Schweizer Landwirtschaft» sind vorgeschlagen. Noch kann sich Whitney nicht entscheiden. Schliesslich kann auch der Schweizer Bauer-Redaktor der Ex-Miss zwei, drei Fragen stellen. Welchen Bezug sie zur Landwirtschaft habe? Sie wohne in Yverdon, erklärt sie: «Viele meiner Schulkollegen waren Bauernkinder.» Ein Tier, das sie sehr mag, ist die Kuh: «Wenn man an die Schweiz denkt, denkt man direkt an die Kühe.» Von den Schweizer Lebensmitteln möge sie Käse, vor allem Gruyère: «Im Winter esse ich gerne Fondue und Raclette.» Ja, und Bünderfleisch habe sie auch gerne.