Wenn diese Seite nicht korrekt angezeigt wird
gehen Sie bitte zur Originalseite



H.R. Giger wird 70: Ein Surrealist mit Hang zum Sadistischen / Kultur / SF Tagesschau

zum Inhalt
zu weiterem Inhalt
zu den Hauptkategorien
zu den Unterkategorien

Sie befinden sich im Pfad:

Inhalt
Kultur

H.R. Giger wird 70: Ein Surrealist mit Hang zum Sadistischen

von Karl Wüst/sda
Freitag, 5. Februar 2010, 12:07 Uhr, Aktualisiert 12:29 Uhr

Mit seinen technisch perfekt gearbeiteten, mitunter aber ekelerregenden Figuren gehört der Bündner Künstler H.R. Giger zu den wichtigsten Vertretern des Phantastischen Realismus. Weltberühmt wurde Hans-Ruedi Giger, als er das ausserirdische Wesen «Alien» für Ridley Scotts gleichnamigen Film (1979) schuf. Dafür erhielt er 1980 einen Oscar.

H.R. Giger in seiner düsteren Welt (Aufnahme von 1992) keystone

Seine Führungsposition im Genre Science-Fiction- und Horror-Filme festigte H.R. Giger mit seinen Designs für Filme wie «Poltergeist II» (1986), «Alien 3» (1992) und «Species» (1995) sowie für das Computerspiel «Dark Seed» (1995).

Videoplayer
Grosse Werkschau in Paris (10v10 vom 16. September 2004)

Nicht nur Gigers Filmarbeiten, sein gesamtes bildnerisches Werk sei «erotisch aufgeladen mit einer Tendenz zum Furchtbaren und Sadistischen», schreibt der Kunstkritiker Fritz Billeter im Katalog «1968. Zürich steht Kopf». Mitunter nehme seine Kunst «Formen eines
orgiastischen Kults» an, so Billeter.

Von Mumie fasziniert

Tatsächlich scheinen Gigers schwarze, mit der Spritzpistole technisch perfekt komponierte, ebenso märchenhaft schöne wie ekelerregende Figuren einer abseitigen Welt des Grauens entsprungen zu sein.

Videoplayer
H.R. Giger über seine Werke (Beitrag vom 14. Januar 1993)

Immer werde er «nach dem Grund für die Düsternis» seiner Arbeiten gefragt, sagte Giger dem «Tages-Anzeiger». Als Bub sei er jeden Sonntagmorgen ins Rätische Museum in Chur gegangen. Dort sei ihm im Kellergewölbe jeweils die Mumie einer ägyptischen Prinzessin begegnet. «Dieser geheimnisvolle schwarze Körper hat mich ungeheuer
angezogen, aber auch geängstigt.»

Früh schon interessierte sich Giger für Themen wie Geburt, Tod, Sexualität. Das könne damit zusammenhängen, dass seine Geburt einen ganzen Tag gedauert habe. Immer wieder habe es ihm die Luft abgestellt. So habe er eine «schaurige Angst vor klaustrophoben Räumen» entwickelt. Eine Angst, die sein ganzes Werk beherrscht.

Videoplayer
Aufruhr wegen Giger-Aliens in Gruyère (10v10 vom 9. November 2005)

Illustres Umfeld

Geboren wurde H.R. Giger 1940 in Chur. In Zürich studierte er Architektur und Industriedesign und kam in Kontakt mit Künstlern wie Andreas Christen, Friedrich Kuhn, Claude Sandoz, aber auch mit dem Filmregisseur Fredi M. Murer und mit dem Schriftsteller Urban Gwerder.

Videoplayer
Künstler im LSD-Rausch: Ausstellung im Giger-Museum (10v10 vom 1. April 2008)

Einen Namen machte er sich mit surrealistischen Traumlandschaften und dann vor allem mit dem Design der Filmfigur «Alien». Seinem schwarzen, geschliffen surrealen, horrormässigen Stil ist Giger bis heute treu geblieben.

Eigenes Museum

Einen Überblick über sein Werk bekommt man im Museum HR Giger in Gruyères FR. Klar wird dort: Was einst neu und Aufsehen erregend war, hat sich abgeschliffen. Seine hochtechnoide Malerei hat ihre packende, exotische Ausstrahlung weitgehend verloren.

Kommentare aktiv...

I. Weiss
(Biedermann_58 Mann)
Bünzen
Verfasst am:
10.2.2010 15:05

 

Herzliche Gratulation H.R.Giger.

Hut ab vor seinem künstlerischen Schaffen, das... mehr …

zustimmen Zustimmen 13 Leser sind auch dieser Meinung.
ablehnen Ablehnen 28 Leser sind anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

Heiklen Inhalt melden antworten

M. Fleischli
(JuJu Frau)
Dulliken/SO
Verfasst am:
6.2.2010 15:16

 

Wer fragt schon danach ...

...wie es wohl dem Menschen H.R. Giger nach 70... mehr …

zustimmen Zustimmen 125 Leser sind auch dieser Meinung.
ablehnen Ablehnen 29 Leser sind anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.
weitere Inhalte

Virtuose Nichtigkeiten

 
Ein Leopard im Sprung.
Ausschnitt Buchumschlag von einem Jim-Knopf-Buch (pd).
Buch-Umschlag Schellen-Ursli (orell füssli verlag).

Highlight für Flugfans

 

Jahr eins nach dem Tod des King of Pop

 
Logo der Serie von «Schweiz aktuell» mit einem Flugzeug
Logo von Schweizer Radio DRS
Bildausschnitt Teletext Startseite 100

SF teletext auch im Internet

 
 

Blog

 

Seitenende Startseite
zur Unterrubrikenauswahl
zum Inhalt
Kontakt
Sitemap
Suche
Weitere Inhalte
Hauptrubriken Auswahl
Sendungen A-Z