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EBM-Ausstieg bei Kohlekraftwerk Brunsbüttel

Das Schweizer Energieunternehmen Elektra Birseck Münchenstein (EBM) will nicht in das geplante Steinkohlekraftwerk in Brunsbüttel investieren. Das Unternehmen gab am Freitag seinen Ausstieg aus dem Südweststrom-Projekt in Schleswig-Holstein bekannt. Statt in Kohle will das Unternehmen vermehrt auf erneuerbare Energien setzen.

Die Südweststrom AG (SWS) plant in Brunsbüttel zusammen mit 70 deutschen Stadtwerken und vier schweizer Energieunternehmen den Bau eines riesigen Steinkohlekraftwerks mit einer Leistung von 1.800 Megawatt. Der Ausstieg der EBM folgt dem Rückzug einiger Stadtwerke und des Schweizer Energieversorgers Gruyere Energie.

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Immer wieder: Bürgerproteste gegen Kohlekraft in Brunsbüttel. (Foto: Klima-Allianz)

Keine gute Publicity: Begründet wird die Absage an das Projekt von EBM-Geschäftsleiter Hans Büttiker auch mit der kontroversen Berichterstattung um das umstrittene Projekt. Die beteiligten Schweizer Energieunternehmen sind die wichtigsten Geldgeber an dem Projekt. „Dem Rückzug eines der größten Gesellschafter kommt deshalb eine besondere Signalwirkung zu“, sagt Daniela Setton von der Klima-Allianz.

Am Standort Brunsbüttel wenden sich bereits seit Jahren Bürgerinitiativen, Umweltverbände, Kirchen und Gewerkschaften gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke. Neben der SWS planen auch die niedersächische Getec und der französische Konzern GDF Suez (ehemals Electrabel) den Bau neuer Kohlekraftwerke.

Zum SWS-Kohlekraftwerk laufen derzeit im Rahmen des Genehmigungsverfahrens die Erörterungstermine zum Immissionsschutz- und Wasserrecht. Insgesamt hatten 4.900 Menschen in Brunsbüttel Einwendungen gegen das Projekt vorgebracht.

© wir-klimaretter.de/sam

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